Work-Life-Balance: Leben, um zu arbeiten oder arbeiten, um zu leben?

Ich kann mich an einen ehemaligen Job erinnern, bei dem es nicht so gesund um meine Work-Life-Balance stand. Es gab viele Überstunden und auch das Wochenende wurde häufig zur Arbeitszeit. Im Team hat das heftige Spuren hinterlassen. Ich war zum Beispiel unproduktiv und häufig krank. Selten bin ich mit einem Lächeln ins Büro spaziert. Ich kam mir vor, als würde ich ausschließlich für die Arbeit leben.

Das Problem des fehlenden Gleichgewichts ist jedoch kein individuelles. Schon alleine die Existenz des “Burn-Outs” ist der Beweis dafür. Dass die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage deswegen über die Jahre stark angestiegen ist, zeigt, dass es häufig nicht so läuft, wie es sein sollte. Eine Work-Life-Balance muss her! Doch was bedeutet das? Um das Gefühl der Überforderung und eines Burn-Outs zu vermeiden, sollten Berufs- und Privatleben besser in Einklang gebracht werden. In einer 40-Stunden Woche verbringt man knapp 35% seiner wachen Zeit bei der Arbeit. Besonders unter der Woche kann es da schwierig werden, alltägliche To-Dos wie Einkaufen, Kochen und Putzen zu schaffen — Hobbys mal ganz ausgeschlossen. Kommen dann noch Kinder oder generell Pflege dazu, wird die Woche zu einer immerwährenden Aufgabe ohne Entlastung. Die Zeit für Erholung oder zum Leben fehlt. Dabei ist genau diese Zeit so wertvoll und wichtig für unsere Gesundheit.

Schaut man sich den Begriff “Work-Life-Balance” einmal genauer an, wird dabei noch etwas ganz anderes klar: Die Arbeit gehört hier nicht zum Leben dazu. Sie ist ein Fremdkörper, eine Aufgabe, die Lebensqualität raubt. Es ist ein ewiger Kampf der Arbeit mit dem gesamten Rest des Lebens um unsere Zeit. Warum sehen wir Arbeitszeit nicht als Lebenszeit? Natürlich können wir unser Leben nicht nur mit Dingen füllen, die uns komplett erfüllen und Spaß machen, das gilt für das private Leben genauso wie für das berufliche. Hinzu kommt, dass es ein absolutes Privileg ist, einen Job zu haben, der einen erfüllt. Dennoch ist es irgendwie befremdlich, die Arbeit nicht als Teil der Lebenszeit zu sehen.

Für mehr Leben in der Arbeit

Die Lösung ist klar: Um wirklich eine gesunde Work-Life-Balance zu schaffen, muss die Arbeit nicht nur die Flexibilität für lästige Arzttermine bieten. Auch ein gesundes Quäntchen Lebensqualität während der Arbeitszeit gehört dazu. Das kann ein kurzes Gespräch mit Kolleg:innen sein, was auch Themen abseits der Arbeit fokussiert. Oder eine kurze kreative Pause kann manchmal Wunder bewirken. Dadurch kommen nicht nur “Work” und “Life” wieder wie Yin und Yang in Einklang — Auch die Arbeit kann danach viel produktiver erledigt werden.

Bei t3n habe ich zum ersten Mal in meinem Office-Alltag gemerkt, wie eine gesunde “Work-Life-Balance” funktioniert. Berufliches und Privates werden gleichwertig behandelt. Mit einem Hybrid-Office habe ich hier eine Flexibilität, die ich vorher nicht kannte. Wenn alles abgeklärt ist, dann ist es egal, ob ich gerade zu Hause, im Büro oder am Strand irgendwo im Süden arbeite. Der Effekt dieses Benefits ist spürbar. Ich kann meine Arbeit entsprechend meiner Lebenssituation planen und bin deutlich produktiver. Das Wichtigste jedoch ist: Ich gehe gerne zur Arbeit und fühle mich viel weniger gestresst.

Dieser Beitrag wurde von unserem Mitarbeiter Nils geschrieben. Hier geht’s zu seinem Pioneers-Profil: https://t3n.de/pioneers/profile/nils-bolder/

--

--

Willkommen beim Blick hinter die Kulissen! Hier schreibt die t3n-Crew über Arbeit, Strukturen und Workflows im Hintergrund — und manchmal auch Privates.

Love podcasts or audiobooks? Learn on the go with our new app.

Get the Medium app

A button that says 'Download on the App Store', and if clicked it will lead you to the iOS App store
A button that says 'Get it on, Google Play', and if clicked it will lead you to the Google Play store
t3n Backstage Blog

t3n Backstage Blog

Willkommen beim Blick hinter die Kulissen! Hier schreibt die t3n-Crew über Arbeit, Strukturen und Workflows im Hintergrund — und manchmal auch Privates.